Solidarität und Gerechtigkeit sind zentrale Werte der Arbeiterwohlfahrt. Angesichts wachsender sozialer Ungleichheit ist es unsere Verantwortung, für eine faire Verteilung von Lasten und Chancen einzutreten. Die folgende Stellungnahme des AWO Bundesverbandes macht deutlich, warum eine gerechte Reform der Erbschaftssteuer notwendig ist.
Zu den Plänen der SPD zu einer Reform der Erbschaftssteuer erklärt Michael Groß, Präsident der Arbeiterwohlfahrt:
„Es ist gut, dass die Debatte über eine Reform der Erbschaftssteuer wieder aufgenommen wird. In einer Zeit wachsender sozialer Ungleichheit ist es notwendig, über eine faire und solidarische Finanzierung unseres Gemeinwesens zu sprechen. Sobald Vorschläge zur gerechteren Besteuerung großer Vermögen auf den Tisch kommen, folgt zuverlässig eine reflexhafte Empörungsdebatte aus den immer selben Kreisen. Es ist an der Zeit, dass wir uns nicht mehr von deren unrealistischen Horrorszenarien an der Ausgestaltung einer gerechten, solidarischen Steuerpolitik hindern lassen. Allen ist klar, dass wir jetzt Investitionen in Infrastruktur und Bildung brauchen.
Die einzige Idee bisher scheint zu sein, aus den Ärmsten noch mehr herauszuholen, und dass das nicht funktioniert, zeigt aktuell die „Neue Grundsicherung“: Versprochen waren hohe Einsparungen, tatsächlich aber bringen die Gängelungen praktisch keine nennenswerten Einnahmen für die Staatskassen.
Es ist schlicht richtig, Menschen mit sehr hohen Vermögen stärker als bisher an dieser Finanzierung zu beteiligen. Vermögensungleichheit ist Gift für die Demokratie und gefährdet den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Ein handlungsfähiger Staat braucht ausreichend Mittel und die müssen gerecht und solidarisch erhoben sein.“
(Quelle: https://awo.org/pressemeldung/awo-kommentiert-plaene-fuer-erbschaftssteuerreform/)
Die weihnachtliche Detektiv-Rätsel-Jagd!
Am 18. Dezember 2025 war bei uns in der Tagespflege die Weihnachtsfeier kein gewöhnliches Fest – es war ein Fall für Sherlock Holmes! Statt nur einfach Geschenke zu verteilen, haben wir uns auf eine spannende Schnitzeljagd begeben, bei der jeder Teilnehmer zum Detektiv wurde!
Zuerst wurde der „Tatort“ (a.k.a. unser Frühstückstisch) inspiziert: Mettbrötchen, Ananas und die berühmten Weintrauben-Käse-Spieße – alle Beweise für einen guten Start! Und dann? Die Jagd nach den Geschenken begann!
Mit einer geheimen Schatzkarte und sechs kniffligen Fragen mussten unsere Gäste die versteckten Hinweise aufspüren. Jeder Schritt war ein Abenteuer, als sich unsere Teams durch den Raum schlichen, Rätsel lösten und mit detektivischem Spürsinn dem Ziel näher kamen. Wer würde zuerst den Fall „Die verschwundenen Geschenke“ lösen? Spoiler: Es war Teamarbeit!
Zur Unterstützung gab es natürlich unseren geheimen Trank – den selbstgemachten Punsch – damit niemand auf halber Strecke den Mut verlor!
Als wir dann endlich alle Geschenke zusammen hatten, wurde der „Fall“ mit einem festlichen Höhepunkt abgeschlossen: Weihnachtslieder, Gedichte und Weihnachtsgeschichten!
Ein Hoch auf die scharfsinnigen Detektive – ohne euch wäre dieser Fall niemals so weihnachtlich ausgegangen!



Vom 08. bis 10. Dezember durften unsere Kinder an einem besonderen Workshop zum Thema „Präventive Selbstverteidigung“ teilnehmen. In Zusammenarbeit mit den EWTO Gesundheits- und Kampfkunstschulen Barnim hatten die Kinder die Möglichkeit, in der angrenzenden Turnhalle spielerisch zu lernen, wie sie sich im Alltag selbstbewusst und sicher bewegen können.
Was wurde gelernt?
Die Kinder im Alter von 4 bis 6 Jahren setzten sich intensiv mit dem Thema „Grenzen“ auseinander – sowohl mit ihren eigenen als auch mit den Grenzen anderer Menschen. Auf kindgerechte Weise wurde vermittelt, wie wichtig es ist, diese Grenzen zu erkennen, zu respektieren und im Ernstfall klar zu kommunizieren. Dabei lernten die Kinder nicht nur, wie sie sich verbal behaupten können, sondern auch, wie sie sich in schwierigen oder brenzligen Situationen körperlich verteidigen können.
Ein besonders spannender Teil des Workshops war das Pratzentraining. Hierbei schlagen und treten die Kinder kontrolliert auf spezielle Polster – die sogenannten „Pratzen“ – die von einem Partner gehalten werden. Diese Übung hat gleich mehrere Vorteile:
- Sie stärkt das Selbstbewusstsein und das Vertrauen in die eigene Körperkraft.
- Sie fördert Kraft, Schnelligkeit, Koordination und Timing.
- Sie hilft, Hemmungen abzubauen und das Distanzgefühl zu schulen.
Und das Beste: Es hat richtig viel Spaß gemacht!
Teilnahme & Finanzierung
Insgesamt nahmen 56 Kinder an diesem dreitägigen Workshop teil, der jeweils 45 Minuten dauerte. Der Workshop wurde durch die Prämie zur Rezertifizierung „Bewegungskita“ in diesem Jahr finanziert. Wir freuen uns sehr, dass wir den Kindern durch diese Förderung solch wertvolle Erfahrungen bieten konnten.
Ein wertvoller Beitrag zur ganzheitlichen Entwicklung
Dieser Workshop war nicht nur ein wichtiger Beitrag zur körperlichen Entwicklung der Kinder, sondern auch zur Förderung ihrer sozialen und emotionalen Kompetenz. Sie haben nicht nur gelernt, wie wichtig es ist, ihre eigenen Grenzen zu wahren, sondern auch, wie sie sich respektvoll gegenüber anderen verhalten können und was es bedeutet, sich selbst zu schützen.
Ein herzlicher Dank geht an die Trainer*innen der EWTO Gesundheits- und Kampfkunstschulen Barnim für ihre engagierte und professionelle Durchführung des Workshops. Wir sind sehr stolz darauf, unseren Kindern solche wertvollen Lernmöglichkeiten bieten zu können.
Weihnachtsfeier für obdachlose und wohnungslose Menschen in Eberswalde – wir durften dabei sein!
Am 08.12. fand im Dietrich-Bonhoeffer-Haus im Brandenburgischen Viertel die traditionelle Weihnachtsfeier für obdachlose und wohnungslose Menschen aus Eberswalde und Umgebung statt. Veranstaltet wurde diese tolle Aktion von Brot & Hoffnung e. V. in Eberswalde und dem Sozialpädagogischen Institut – SPI Eberswalde, unterstützt durch wertvolle Spenden von Privatpersonen.
Wir als AWO Barnim waren in diesem Jahr zum ersten Mal mit dabei und freuen uns sehr, dass wir mit einer warmen Mahlzeit beitragen konnten. Unsere Küche, die auch "Essen auf Rädern" anbietet und im Pflegewohnheim „Wolfswinkel“ einen öffentlichen Speisesaal betreibt, bereitete 50 Portionen Gulasch mit Nudeln vor und stellte diese kostenlos zur Verfügung. Küchenchef Alex Frey und Verwaltungsleiter Max Harmann brachten das Essen persönlich vorbei. Durch diese Unterstützung konnten die Veranstalter Verpflegungskosten einsparen und stattdessen einen Friseur engagieren, der den Gästen kostenlose Haarschnitte ermöglichte.
Neben dem Essen gab es eine Kleiderausgabe, ein Bingo mit attraktiven Preisen wie Fahrrädern sowie gemeinsames Singen von Weihnachtsliedern, was eine besonders herzliche Atmosphäre geschaffen hat. Die Veranstaltung fand bereits zum dritten Mal statt, traditionell einmal im Jahr kurz vor Weihnachten.
Wir haben zugesagt, auch in Zukunft jedes Jahr die Verpflegung zu spenden, um die wertvolle gemeinsame Arbeit für die Menschen in unserer Stadt weiter zu stärken.
Danke an alle, die mit angepackt haben – schön, was wir gemeinsam auf die Beine stellen konnten.





