An der AWO-Sporthalle in der Schorfheidestraße haben Jugendliche aus dem Brandenburgischen Viertel zur Spraydose gegriffen – und einer 40 Meter langen Fassade ein neues Gesicht gegeben.

Wer in den vergangenen Wochen an der AWO-Sporthalle vorbeikam, konnte sehen, wie sich die Fassade nach und nach veränderte. Wo vorher eine große, freie Wandfläche war, entstanden nach und nach bunte Figuren und Bewegungen. Heute sind dort sieben großflächige Sportmotive zu sehen – auf insgesamt rund 200 Quadratmetern.

Entstanden ist die Gestaltung im Rahmen eines Graffiti-Workshops mit dem Streetart-Künstler Ilja van Treeck. Mit dabei waren Jugendliche aus dem Brandenburgischen Viertel. Sie brachten ihre eigenen Ideen ein, probierten sich aus und lernten, wie aus ersten Skizzen Schritt für Schritt große Bilder werden.

Und groß war dabei nicht nur die Fläche. Um die Motive an die Fassade zu bringen, mussten die Jugendlichen teilweise bis zu fünf Meter über dem Boden arbeiten. Da wurde gesprüht, ausprobiert, nachgebessert und natürlich auch mal etwas wieder übermalt, bis daraus am Ende ein großes gemeinsames Kunstwerk wurde.

Thematisch dreht sich alles um Bewegung. Zu sehen sind unter anderem Motive aus den Bereichen Laufen, Turnen und Yoga, aber auch Seniorensport sowie Reha- und Physiosport finden sich in der Gestaltung wieder. Die Bilder greifen damit ganz unterschiedliche Menschen und Sportangebote auf, die in der AWO-Sporthalle zusammenkommen.

Doch am Ende ist viel mehr entstanden als eine bunte Fassade. Jugendbeteiligung wird sichtbar. Genau darin liegt die Besonderheit dieses Projekts: Die Sporthalle erzählt auch davon, dass Jugendliche ihren eigenen Ideen Raum geben und ihr Umfeld mitgestalten können. Ihre Kreativität ist jetzt dauerhaft im öffentlichen Raum zu sehen.

Ein großes Dankeschön geht deshalb an alle Jugendlichen, die mitgemacht, ausprobiert und durchgehalten haben. Und natürlich an Ilja van Treeck für die Begleitung des Workshops. Unser Dank gilt außerdem dem Quartiersmanagement Brandenburgisches Viertel und dem Förderprogramm „Sozialer Zusammenhalt“, durch deren Unterstützung das Projekt möglich wurde.

Wer heute an der AWO-Sporthalle vorbeikommt, sieht also mehr als sieben neue Sportmotive. Man sieht eine Wand, an der Jugendliche aus dem Viertel ihre Spuren hinterlassen haben.

 

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